Augenprothetik

Okularistik

Das menschliche Auge galt bereits im alten Ägypten als Symbol des Lebens. Nach Vorstellung der Pharaonen kehre die Seele eines Verstorbenen in seinen Körper zurück. Deshalb versuchten ägyptische Priester, nach Entfernung der Augen ihrer Toten, diese aus Wachs, Gips und wertvollen Steinen nachzubilden.

Ambroise Paré (1510-1590) [[1]] war um 1575 der erste, der künstliche Augen näher beschrieb. Zu seiner Zeit waren bemalte und emaillierte Prothesen aus Gold, Silber und Porzellan üblich.

Hazard-Mirault [[2]] berichtet um 1820, dass sich Prothesen aus Glas durchgesetzt hätten. Dieses durch Bleioxyd weissgefärbte Glas war äusserst weich und führte zu schneller Aufrauhung der Prothese mit anschliessender Irritation der Konjunktiva.

Dennoch waren diese Kunstaugen in ganz Europa begehrt und wurden mit der enormen Summe von 20 Louis d’Or bezahlt.

[[1]] Paré A. (1575), Les Oevres 23, Buon, Paris
[[2]] Hazard-Mirault (1818), Traité pratique de l’oeil artificial, Duponcet, Paris  
       

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